1885 Friedrich Ladegast

Wernigerode, Sachsen-Anhalt/Deutschland

Kurze Einführung und Geschichtliches

Dieses mittelgroße Instrument mit seinen 33 Registern ist eines der letzten Dokumente des dreimanualigen Ladegast-Typs mit mechanischer Traktur, Kegelladen und Barkermaschine.

Bis auf die Rekonstruktion der Prospektpfeifen und dem Ersatz des Lieblich Gedackt im 3. Manual mit einer Vox Coelestis durch Oskar Ladegast ist das Instrument und die Intonation weitestgehend original erhalten.

Das Instrument wurde von Orgelbau Alexander Schuke (Potsdam) in den Jahren 1989 bis 1991 umfassend restauriert. Eine Generalüberholung wurde durch Orgelbau Hüfken/Halberstadt nach der Innenrestaurierung der Kirche 2010 durchgeführt.

Die Orgel zeichnet sich durch eine überraschend variable Klanggestalt aus, vom barockähnlichen hellen Klang über die Frühromantik mit zarten und expressiven Flötenklangfarben bis hin zur Spätromantik mit kräftigen Achtfuß-Farben. Das Plenum kann durch die große Anzahl der Acht- und Vierfuß-Lagen sehr variabel aufgebaut werden.

Ladegast nimmt innerhalb der deutschen Romantik eine Sonderstellung ein, so beispielsweise mit den klassisch repetierenden Mixturen und einer großen Zahl an charakteristischen und eigenwilligen Grundstimmen. Die klangschönen Flötenregister und Streicher, wie z.B. Doppelflöte 8, Flauto amabile 8 , Flauto travers 8, Gamba 8 und Salicional 8, haben alle einen ausgeprägten individuellen Charakter, mischen sich aber trotzdem hervorragend und können zu unzähligen neuen Klangfarbenbildungen herangezogen werden.

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Aufnahmetechnik

Das Instrument wurde im Juli 2012 mit 48 kHz, 24 Bit, Multikanal-Technik für Hauptwerk 4 mit mehreren Nachhall-Antworten für kurze, mittlere und lange Tondauern zur optimalen Raumabbildung aufgenommen (sog. Multi-Release-Technik von Organ Art). Das Set ist als 4-Kanal-Version mit Surround/variabler Hörposition (VAP) realisiert.

Danksagung

Besonderen Dank gilt der Pfarrgemeide von St. Johannis, die das Projekt unterstützt hat.
Dank für lokale Unterstützung gilt Orgelwerkstatt Hüfken, Halberstadt für den Wartungsservice auf Abruf und hilfreiche Informationen!

Die virtuelle Konsole

 

Disposition

Manual I (C–f3*)
Mittleres Manual

01. Bordun 16
02. Principal 8
03. Gambe  8
04. Doppelflöte 8
05. Bordunalflöte 8
06. Principal 4
07. Gemshorn 4
08. Rauschpfeife 2fach
09. Mixtur 4fach
10. Cornett 3fach
11. Trompete 8

Manual II (C–f3*)
Unter-Manual

01. Quintatön 16
02. Geigenprincipal 8
03. Salicional 8
04. Rohrflöte 8
05. Flauto amabile 8
06. Flauto minor 4
07. Octave 4
08. Progressio 2-4fach
09. Clarinette 8' (free reed)


* Erweiterte Version
Manuale C-g3
Pedal C-f1

Manual III (C–f3*)
Ober-Manual mit Schwellwerk (Fuß-Hebel)

01. Flauto travers 8
02. Viola d'amore 8
03. Vox celestis 8
04. Octavflöte 4

Pedal (C–d1*)

01. Principal 16'
02. Violon 16'
03. Subbaß 16'
04. Quinte 5 1/3'
05. Octave  8'
06. Baßflöte 8'
07. Cello  8'
08. Octave  4'
09. Posaune  16'

 

Stimmung: Gleichstufig (a1=440 Hz)

Traktur:
Kegellade mit mechanischer Traktur,
Barker-Maschine für Manual I

Koppeln

Manual-Koppel I (II-I)
Manual Koppel II (III-I)
Pedal-Koppel (I-P)

Spielhilfen:
Gruppenzüge: Pedal Forte, Piano; Manuale Mezzoforte, Forte, Fortissimo
Schweller Man. III
Kalkant

Anforderungen

Geladene Version

Speicherbedarf 3)

Prozessor-Leistung 2)

Zweikanal-Konfiguration
16-bit, komprimiert1), alle Loops

2600 MB

≥ 2 GHz  DualCore

24-bit, komprimiert1), alle Loops

4500 MB

≥ 2 GHz DualCore

Vierkanal Surround-Konfiguration
16-bit, komprimiert1), alle Loops

4600 MB

≥ 2 GHz  DualCore

24-bit, komprimiert1), alle Loops

8400 MB

≥ 2 GHz  DualCore

1) Verlustfreie Kompression mit gleicher Audioqualität!

Die Anzahl der spielbaren Register und die erreichbare Polyphonie hängt von der Prozessor-Leistung und dem verfügbaren freien Hauptspeicher ab!

2) Minimale Konfiguration: Dual-Core, 8 GByte RAM
  Optimale Konfiguration: QuadCore, 32 GByte RAM

3) Um dieses Set zu laden, ist der angegebene freie RAM-Speicherplatz erforderlich (ohne Berücksichtigung des Betriebssystems oder sonstiger laufender Programme)

Wir empfehlen eine professionelle Audio-Wandlerkarte (z.B. RME-Series) und einen Studio-Kopfhörer (z.B. AKG Reference Headphone K701, K712) für optimalen Klang und Raumeindruck.

Demos

Die folgenden Demos wurden mit der Hauptwerk Advanced Edition-Software und dem vorliegenden Set ohne weitere Nachbearbeitung eingespielt:

In Vorbereitung

Zahlreiche weitere Live-Einspielungen sind auf der ConcertHall-Webseite zu finden:
(Advanced Search, Organ: OAM - F. Ladegast Surround)

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Die vorliegenden Audio-Demos dürfen nur für private Zwecke benützt werden.
Keine weitere Benutzung ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Herausgebers!